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Erfahrungen

Sie interessieren sich für die Erfahrungen Ihrer KollegInnen?
Und:
Sie haben Erfahrungen zu Flüchtigen Bindemitteln gemacht und wollen diese gerne in diesem grösseren Forum Ihren KollegInnen weitergeben? Beides ist hier im Folgenden nun möglich.

Erfahrungen und Fragen zu Flüchtigen Bindemitteln im Bereich der Restaurierung von Gemälden und Skulpturen können Sie in schriftlicher Form an mich senden. Fotos sind hilfreich.
Vergessen Sie nach meinen Antwortschreiben bitte auch nicht noch einmal Ihr Feedback mit Ihren Resultaten an mich zu senden. 

restaurierungsatelier
Gudrun Hanika, geb. Hiby   
Dipl.-Restauratorin
Obere Hauptstrasse 21 
97291 Thüngersheim 

Fax: 09364-81 66 799

e-mail: info@restaurierung-hanika.de

 

 

Forum
Anfragen zu flüchtigen Bindemitteln für die Restaurierung



Es kann keine Haftung für die nachfolgenden Texte übernommen werden.
 

2004
Anfrage aus Dänemark zu einem Workshop zu Flüchtigen Bindemitteln
 

2004
Bericht über empirische Erfahrungen von einer Gemälde-Restauratorin:
Als Schmelze für ein Facing war das Cyclododecan zu unflexibel und blöckelte ab.
Aus der Spraydose auf eine offen gewebte Leinwandgemälde-Rückseite gesprüht war bei einem vorderseitigen Firnisauftrag kein Firnis auf der Leinwandrückseite durchgedrungen. Der vorderseitige Firnis sah auch nach 2 Jahren gut aus.
 

2004
Anfrage aus Tübingen, zur temporären Transportsicherung bei thermischer Schädlingsbekämpfung. Es handelte sich um einen Leichenwagen aus dem frühen 19. Jhdt., der mit einem pigmentierten, stark craquelierten und abblätternden Harz-Öl-Firnis überzogen war.

Aufgrund von Zeitmangel wurden Vorversuche reduziert. Die temporäre Sicherung erfolgte mit Cyclododecan-Spray. Es war nach Benetzen mit Waschbenzin und ein- bis mehrmaligem Sprühauftrag an vielen Stellen zur Sicherung ausreichend. Mit Japanpapier und Cyclododecan-Spray war keine Haftung zu erreichen. Nach der thermischen Behandlung war das Cyclododecan an allen Stellen sublimiert, wo es nur einmal aufgesprüht worden war. Dreimalige Aufträge hatten sich weniger verflüchtigt. Die thermische Behandlung hatte die Sublimierung beschleunigt. Die Sicherungen mit Cyclododecan-Spray waren zwar ausreichend, aber nicht optimal.
 

2007
Anfrage aus Australien, ob das Cyclododecan-Spray nach Australien importiert werden kann.
 

2007
Anfrage aus Frankreich, welche polaren Flüchtigen Bindemittel es neben den unpolaren Flüchtigen Bindemitteln Camphen, Cyclododecan und Menthol gibt.

Die mir bekannten polaren Flüchtigen Bindemittel sind für Restaurierungen ungeeignet, da Sie sehr giftig sind, und somit die Anforderungen für den Gebrauch bei Restaurierungen nicht erfüllen.
 

2008
Anfrage aus Italien für eine italienische Übersetzung der Veröffentlichung von Gudrun Hanika zu Cyclododecan in der Gemälderestaurierung (aus dem Band 10 der Kölner Reihe)

Die Übersetzung erschien in Cesmar 7 / Q 2008 mit dem Titel “Il cyclododecano nel restauro di dipint su tela e manefatti policromi”, traduzione di Silvia Invernizzi.
 

2008
Anfrage von einem VDR-Mitglied, ob der Einsatz von Cyclododecan-Spray zu Störungen bei technischen Geräten (z.B. Luftbe- und entfeuchter, Klimaanlage) führen kann. Es bestand der Verdacht, dass Cyclododecan-Spray in einem grossen belüfteten Raum durch starken Kamineffekt im Gebäude in einem 2 Stockwerke darüber liegenden Raum zu einem Kurzschluss in 2 eingeschalteten Luftbefeuchtern geführt hat.

Dies halte ich für unwahrscheinlich.
 

2009
Anfrage von einem Nichtrestaurator, ob man mit einem flüchtigen Bindemittel die Oberfläche anatomische Präparate, die mit Paraffin konserviert wurden, ohne Schaden zu nehmen mattieren kann, um sie mit einem 3D-Scanner exakt abzutasten.

Meines Erachtens können die Flüchtigen Bindemittel nicht gleichzeitig so dünn, so gleichmäßig und so homogen aufgebracht werden, dass sie für das Scannen geeignet wären. Zudem wären Reaktionen mit dem Paraffin zu testen.
 

2009
Anfrage eines Restaurators aus dem Forschungsbereich von Silikatfestigungen bezüglich Möglichkeiten zur Sublimierungsverzögerung eines Cyclododecanfacings auf einer pudernden Leimfarbenfassung während des Vakuums.

Schon bei meinen Testreihen zur Sichtbarmachung von Cyclododecan im REM (Rasterelektronenmikroskop) an der Fachhochschule Köln ist bei dem erzeugten Vakuum das Cyclododecan vollständig sublimiert und konnte somit nur anhand seiner Gefügeveränderung im Kreideprobekörper sichtbar gemacht werden.
Es kommt wahrscheinich ganz auf die Stärke und Kürze der Zeitspannen des Vakuums während der Silikatfestigung an, wieviel Cyclododecan noch vorhanden ist und somit zum Schutz der Leimfarbenfassung dienen kann.
 

2010
Freundliche Mitteilung eines Kollegen zu einem Aufsatz u.a. zur Gesundheitsgefährdung durch Cyclododecan:

Entgegen der anfänglichen Annahmen, dass Cyclododecan für den menschlchen Organismus ungiftig ist, warnen neuere Studien vor der möglichen, noch nicht ausreichend untersuchten Bio-Ansammlung und Toxizität von Cyclododecan auf den Menschen besonders über Jahre hinweg.
Bis umfassende Forschungen hierzu erfolgt sind, ist es daher notwendig, umfassenden Gesundheitsschutz während des Arbeitens mit Cyclododecan und dessen vollständiger Sublimierung zu betreiben.
(siehe hier Veröffentlichungen zu Flüchtigen Bindemitteln: Sophie Rowe, Christina Rozeik, IIC, Reviews in Conservation, 2008)


Hier könnten Ihre Anfrage und Ihre Erfahrungen stehen.


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